Befunde, Laborwerte, Patientendaten – kaum eine Datenübertragung in der Praxis ist so sensibel wie die Kommunikation mit dem Labor. Trotzdem läuft sie in vielen Praxen noch über Einzellösungen, die technisch in Ordnung, aber selten wirklich durchdacht sind.
Warum Einzellösungen riskant sind
Wird jede Praxis einzeln und unabhängig an das Labor angebunden, entstehen über die Zeit viele kleine, unterschiedlich gepflegte Verbindungen – unterschiedliche VPN-Clients, unterschiedliche Update-Stände, oft ohne zentrale Übersicht, welche Verbindung eigentlich wie abgesichert ist. Für Angreifer reicht oft die schwächste Stelle in diesem Flickenteppich.
Wie ein zentral verwaltetes Netzwerk funktioniert
Ich betreue den technischen Aufbau und Betrieb eines redundanten VPN-Netzwerks, das heute eine hohe Zahl an Praxen im Umfeld überregionaler Laborverbünde sicher an die Laborkommunikation anbindet. Der entscheidende Unterschied zu Einzellösungen: einheitliche Sicherheitsstandards für alle angebundenen Praxen, zentrales Monitoring mit Zabbix und eigenen Frühwarnsystemen, und eine Netzwerkarchitektur, die auch beim Ausfall einzelner Komponenten nicht zusammenbricht.
Was das für Ihre Praxis bedeutet
Auch eine einzelne Praxis profitiert von denselben Prinzipien: eine sauber segmentierte, überwachte Verbindung zum Labor statt einer Ad-hoc-Lösung, die einmal eingerichtet und danach nie wieder angeschaut wurde. Die Erfahrung aus dem Betrieb großer Netzwerke fließt eins zu eins in die Absicherung einzelner Praxisanbindungen ein.
Und jetzt?
Ein guter Ausgangspunkt ist ein ehrlicher Blick auf die eigene Laboranbindung: Wann wurde sie zuletzt geprüft, und wer hätte im Ernstfall überhaupt den Überblick über den aktuellen Zustand?
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